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Sziedat, Konrad

Dr. des. Konrad Sziedat

Promotion im Sommersemester 2016
Titel der Dissertation: "'Das Ende der Hoffnung'. Die westdeutsche Linke und der Zusammenbruch des Ostblocks"

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ZUR PERSON

  • Seit 2018: Referent bei der Bildung & Begabung gGmbH des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft, Bonn
  • 2017: Zweite Staatsprüfung für das Höhere Lehramt an Gymnasien
  • 2016–2017: Studienreferendar am Lessing-Gymnasium Hohenstein-Ernstthal
  • 2016: Reisestipendium des Deutschen Historischen Instituts Washington für die Jahrestagung der German Studies Association in San Diego
  • 2016: Reisestipendium des Deutschen Historischen Instituts Washington für das Transatlantische Doktorandenseminar in Washington, D.C.
  • 2012–2015: Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Leibniz Graduate School „Enttäuschung im 20. Jahrhundert. Utopieverlust – Verweigerung – Neuverhandlung“ des Instituts für Zeitgeschichte München–Berlin und der LMU am Lehrstuhl für Zeitgeschichte (Prof. Dr. Margit Szöllösi-Janze)
  • 2011–2012: Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt „Die Dresdner Hofmusik zur Zeit Johann Georgs I. (1611–1656)“ am Institut für Musikwissenschaft der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden (Prof. Dr. Michael Heinemann)
  • 2012: Victor-Klemperer-Urkunde der Technischen Universität Dresden für hervorragende Studienleistungen
  • 2011: Erste Staatsprüfung für das Höhere Lehramt an Gymnasien
  • 2007–2011: Studentische Hilfskraft in den DFG-Projekten „Briefe der Familie Robert und Clara Schumanns“ und „Robert Schumanns Korrespondenz mit seinen Verlegern“, Institut für Musikwissenschaft der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden (Prof. Dr. Michael Heinemann)
  • 2005–2011: Lehramtsstudium mit den Fächern Geschichte und Musik an der Technischen Universität Dresden, der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden und der Università Cattolica del Sacro Cuore Mailand

PROJEKT

Erwartungen im Umbruch. Die westdeutsche Linke und das Ende des „real existierenden Sozialismus“

Das letzte Jahrzehnt des „Ostblocks“ wird häufig als Phase des unaufhaltsamen Niedergangs kommunistischer Diktaturen erzählt. Demgegenüber zeugen zeitgenössische Debatten westdeutscher Linker von teils hochfliegenden Erwartungen an einen Aufschwung des Sozialismus in Europa – und lassen vielfach großes Unbehagen angesichts der Richtung und Ergebnisse der Systemtransformationen um 1989 erkennen. Dies führt zu der Frage, welche ganz unterschiedlichen Enttäuschungserfahrungen auf den linken Flügeln von SPD und Grünen sowie bei außerparlamentarischen Linken im Zuge des mittel- und osteuropäischen Umbruchs gemacht wurden.

Die Dissertation definiert Enttäuschung als Resultat einer Kollision von positiver Erwartung und negativer Erfahrung. Sie beleuchtet erstens die Erwartungshorizonte westdeutscher Linker am Vorabend des Umbruchs. Zweitens analysiert sie, wie diese Erwartungshorizonte um 1989 sukzessive abschmolzen. Drittens diskutiert sie, mit welchen Bewältigungsstrategien Linke auf diese Erfahrung reagierten.

Ziel der Arbeit ist es, Erklärungen für den tiefgreifenden Wandel der westdeutschen Linken nach 1989 zu erarbeiten. Die Dissertation verortet sich im Schnittfeld der Forschungen zu den Transformationen der westlichen Industriegesellschaften „nach dem Boom“ und zu den östlichen Systemtransformationen am Ende des „real existierenden Sozialismus“.

FINANZIERUNG

Leibniz Graduate School „Enttäuschung im 20. Jahrhundert“, getragen vom Institut für Zeitgeschichte und der LMU München, mit Finanzierung durch die Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL)

VERÖFFENTLICHUNGEN

Erwartungen im Umbruch. Die westdeutsche Linke und das Ende des „real existierenden Sozialismus“ (Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte, Bd. 121), Berlin/Boston 2018 (im Erscheinen).

„Социализм снова на пороге?“ Дебаты западногерманских левых о СССР и ГДР в 1985–1991 гг. = „Sozialismus wieder unheimlich im Kommen?“ UdSSR- und DDR-Debatten westdeutscher Linker 1985–91, in: Michael Mayer u.a. (Hg.): Последнее десятилетие социализма – процессы перемен в СССР и ГДР в 1985–1989/91 гг. = Das letzte Jahrzehnt des Sozialismus. Transformationsprozesse in der DDR und in der Sowjetunion 1985–1989/91, Moskau 2016, S. 120–129 = 332–341.

Rezension von Michael März: Linker Protest nach dem Deutschen Herbst. Eine Geschichte des linken Spektrums im Schatten des ‚starken Staates‘, 1977–1979, Bielefeld 2012, in: sehepunkte 13 (2013), Nr. 3 [15.03.2013], http://www.sehepunkte.de/2013/03/22289.html.

Rezension von Johann Nepomuk Hummel: Konzert für Trompete und Orchester E-dur. Partitur, hg. von Michael Kube, Wiesbaden und München 2010. In: Editionen in der Kritik V. Editionswissenschaftliches Rezensionsorgan, Bd.5, hg. von Alfred Nohe, Berlin 2012 (Berliner Beiträge zur Editionswissenschaft, hg. v. Hans-Gert Roloff, Bd. 11), S. 321-323.

Schumann-Briefedition, Serie III: Verlegerbriefwechsel, Bd. 4: Leipziger Verleger IV: Senff, Kistner und weitere Leipziger Verleger-Korrespondenten, hg. zusammen mit Petra Dießner, Michael Heinemann und Thomas Synofzik, Köln 2010.

Schumann-Briefedition, Serie III: Verlegerbriefwechsel, Bd. 7: Robert Schumanns Korrespondenz mit Verlagen in Nord- und Ostdeutschland, hg. zusammen mit Hrosvith Dahmen, Michael Heinemann und Thomas Synofzik, Köln 2009.

Schumann-Briefedition, Serie III: Verlegerbriefwechsel, Bd. 6: Robert und Clara Schumanns Korrespondenz mit Verlagen in Berlin und Hamburg, hg. zusammen mit Hrosvith Dahmen, Michael Heinemann und Thomas Synofzik, Köln 2009.