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Perzl Elisabeth

Elisabeth Perzl, M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin

Aufgabengebiet

Forschung im Rahmen des Projekts „Demokratische Kultur und NS-Vergangenheit in Bayern“ am Institut für Zeitgeschichte, München

Kontakt

Postadresse:
Institut für Zeitgeschichte
Leonrodstraße 46b
80636 München

Büroadresse:
Institut für Zeitgeschichte
Leonrodstraße 56
80636 München

Telefon: 0049 (0)89 / 4111501-11

Website: https://www.ifz-muenchen.de/das-institut/mitarbeiterinnen/ea/mitarbeiter/elisabeth-perzl/

Weitere Informationen

Zur Person

  • seit 04/2020 Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin im Rahmen des Projekts „Demokratische Kultur und NS-Vergangenheit in Bayern“ am Institut für Zeitgeschichte, München
  • seit 10/2020 Promotionsstudium der Neueren und Neuesten Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 09/2019 Erstes Staatsexamen im Erweiterungsfach Sozialkunde
  • 03/2019 Erstes Staatsexamen für das Lehramt am Gymnasium in den Fächern Deutsch, Geschichte und Erziehungswissenschaften
  • 02/2019 Förderpreis für studentische Abschlussarbeiten mit genderbezogenen Themen der Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften der Universität Regensburg
  • Zulassungsarbeit: Sex-Zwangsarbeit im KZ Dachau. Zur Bedeutung und Funktion von Häftlingsbordellen in NS-Konzentrationslagern (2018)
  • 04/2016 – 09/2019 Grundförderung der Hans-Böckler-Stiftung
  • 10/2012 – 09/2019 Studium der Geschichte, Germanistik und des Faches Sozialkunde an der Universität Regensburg

Projekt


Von Ministerialrätinnen, Regierungsamtmänninnen, Kanzleiangestellten und ,Reinemachefrauen’: Frauen in der bayerischen Ministerialverwaltung 1945 - 1975

Frauen werden kaum berücksichtigt, wenn es um westdeutsche Behörden nach 1945 geht. Weitet man die übliche Perspektive der neueren Behördenforschung und bezieht Beamtinnen in allen Laufbahngruppen sowie weibliche Angestellte und Arbeiterinnen ein, ergibt sich ein ganz anderes Bild.

Wie sich der politische Systemwechsel auf diese Frauen auswirkte und wie sie den demokratischen Neubeginn in der bayerischen Verwaltung mitgestalteten, untersucht mein Dissertationsprojekt mithilfe geschlechter-, demokratie- und verwaltungshistorischer Perspektiven für den Zeitraum von 1945 bis in die späten 70er Jahre. Im Zentrum steht die Frage, in welchem Rahmen die Herausbildung einer demokratischen Verwaltungskultur und –praxis auch Wandlungsprozesse auf der Ebene von gender miteinschloss. Welche veränderten Handlungsräume, Wirk- und Karrieremöglichkeiten boten sich für Frauen in der bayerischen Ministerialverwaltung nach 1945? Inwiefern wurden die bisher gültigen Denk- und Wahrnehmungsmuster in Bezug auf Geschlechterrollen und das daraus resultierende Handeln der leitenden Beamtenschaft in Frage gestellt?

Hierzu betrachte ich erstens Berufsbiographien, Karriereverläufe, individuelle Prägungen sowie Einbindungen in etwaige Netzwerke, sowohl von Beamtinnen in höheren und niederen Laufbahngruppen, als auch von weiblichen Angestellten und Arbeiterinnen des gesamten bayerischen Ministerialbereiches. Zweitens untersuche ich Bedingungen und Grenzen der männlich dominierten Verwaltung als Erfahrungs- und Ermöglichungsraum für weibliches Verwaltungshandeln. Die bayerische Ministerialbürokratie rückt damit als vergeschlechtlichter, hierarchisierter Handlungsraum mit alltäglichen Praktiken der geschlechtlichen Grenzziehung und Zuschreibungen in den Fokus. Von Interesse ist insbesondere, ob und inwiefern sich diese vor dem Hintergrund äußerer Einwirkung, neuer Anforderungen an Verwaltung und gesamtgesellschaftlichen Liberalisierungstendenzen veränderten.

Die Studie ist Teil des IfZ-Projekts „Demokratische Kultur und NS-Vergangenheit. Politik, Personal, Prägungen in Bayern 1945-1975“.

Finanzierung


Wissenschaftliche Mitarbeit am Institut für Zeitgeschichte, München