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Maier, Lilly

Lilly Maier, M.A., M.A.

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Postadresse
Historisches Seminar der LMU München
Jüdische Geschichte und Kultur
ProMoHist
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München


Website: Weblog

Weitere Informationen

ZUR PERSON

  • ab Herbst 2018 Doktorandin am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur unter Betreuung von Prof. Dr. Michael Brenner
  • 2017 Masterabschluss in Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit einer Arbeit zum Thema „Das Schicksal des Arthur Kern – Eine biographische Studie zu den Französischen Kindertransporten“
  • 2015–2016 Masterstudium in Journalismus an der New York University, finanziert durch ein Fulbright-Stipendium und ein Vollstipendium der NYU
  • 2014-2017 Stipendium des Max-Weber-Programms der Studienstiftung des deutschen Volkes und des Elitenetzwerks Bayern
  • 2014 LMU-Forscherpreis für exzellente Studierende 2014 für die Bachelor-Arbeit „Ein Leben nach dem Kindertransport“
  • seit 2012 Referentin in der KZ-Gedenkstätte Dachau
  • 2011–2014 Bachelorstudium in Geschichte und Journalismus in München und Washington, D.C.

PROJEKT

Mutige Frauen: Die vergessenen Helferinnen und Retterinnen von Juden während der Shoa.

Rund sechs Millionen Juden wurden während der Shoa von den Nationalsozialisten ermordet. Einige zehntausend jedoch konnten gerettet werden – dank des Engagements von Menschen, die ihr eigenes Leben riskierten, um zu helfen: Frauen und Männer, die verfolgte Juden in ihren Wohnungen oder auf ihren Bauernhöfen versteckten, ihnen falsche Papiere besorgten oder sie außer Landes schmuggelten. Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat dafür 26.513 Menschen den Ehrentitel „Gerechte unter den Völkern“ verliehen (Stand 2017).

Nur eine Handvoll dieser Menschen sind heute öffentlich bekannt – und die wenigen, die man kennt, sind zumeist Männer. Frauen, die Juden halfen oder retteten, sind hingegen im Nebel der Geschichte verborgen. Und das, obwohl laut Statistiken von Yad Vashem mehr als die Hälfe aller Retter keine Retter, sondern Retterinnen waren. Yad Vashem nennt diese Frauen „Women of Valor“, also Frauen der Tapferkeit.

Mein Dissertationsprojekt vergleicht exemplarisch sieben Biographien von Retterinnen, um die verschiedenen Arten der Rettung durch Frauen darzustellen und um dem Übergewicht an Arbeiten zu männlichen Rettern eine Analyse entgegenzusetzen. Des Weiteren soll der Frage nachgegangen werden, warum diese Frauen in der Erinnerungskultur bis jetzt vernachlässigt wurden.

FINANZIERUNG

Studienstiftung des deutschen Volkes, Bonn

PUBLIKATIONEN

Tagungsbericht "Rescue of Jews During the Holocaust in European Memory", Zentrum für historische Forschung Berlin der polnischen Akademie der Wissenschaften, 27.-29.06.2018. In: H-Soz-Kult (Seite
datiert: 26.02.2019), https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8142

Arthur und Lilly: Das Mädchen und der Holocaust-Überlebende, München 2018.

Herausgeberschaft von: Die Möhlstraße – Ein jüdisches Kapitel der Münchner Nachkriegsgeschichte, München 2018 (= Münchner Beiträge für Jüdische Geschichte und Kultur 12,1).

Der Schwarzmarkt in der Möhlstraße und die Münchner Polizei – Eine Untersuchung im Spiegel der Akten der Polizeidirektion München. In: Lilly Maier (Hg.): Die Möhlstraße – Ein jüdisches Kapitel der Münchner Nachkriegsgeschichte, München 2018 (= Münchner Beiträge für Jüdische Geschichte und Kultur 12,1), S. 35-51.

Kindheitserinnerungen: „Nach dem Krieg wurden alle Juden Händler“. In: Lilly Maier (Hg.): Die Möhlstraße – Ein jüdisches Kapitel der Münchner Nachkriegsgeschichte, München 2018 (= Münchner Beiträge für Jüdische Geschichte und Kultur 12,1), S. 74-81.

Beiträge im Begleitband zur Ausstellung „Barbarossa - bewundert, gefürchtet, benutzt". Mit Beitr. von Stefan Frankl u.a., Göppingen 2015 (=Veröffentlichungen des Stadtarchivs Göppingen, 54).

Ein Leben nach dem Kindertransport. In: Florian Grumblies u. a. (Hg.): Fremde Heimat. Rettende Kindertransporte aus Hannover 1938/39, Hannover 2015 (= Schriften zur Erinnerungskultur in Hannover, 8.1), S. 206-217.