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Greithanner, Anna

Anna Greithanner, M.A.

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Postadresse
Historisches Seminar der LMU München
Neueste und Zeitgeschichte
ProMoHist
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München


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ZUR PERSON

  • seit Mai 2017: Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Zeitgeschichte München – Berlin, Abteilung Dokumentation Obersalzberg
  • 05/2017: Master im Studienfach Geschichte an der LMU München mit der Arbeit „Von ‚sozialistischer Therapie‘ und ‚therapeutischer Tat‘: Zur Praxis der Psychiatriekritik in Heidelberg 1970/71“
  • 09/2012-04/2017: Studentische Hilfskraft am Institut für Zeitgeschichte München – Berlin
  • 06/2014: Bachelor in den Studienfächern Geschichte und Politikwissenschaft an der LMU München

PROJEKT

Politische Gewalt in der Bundesrepublik: Die Revolutionären Zellen (RZ) und die Rote Zora

Mit den Revolutionären Zellen (RZ) widmet sich dieses Dissertationsprojekt einer Gruppierung, die sich in den 1970er Jahren formierte und bis in die 1990er Jahre aktiv war. Die RZ verübten zahlreiche Attentate, Brand- und Sprengstoffanschläge und beteiligten sich an der Flugzeugentführung nach Entebbe 1976 und dem Überfall auf die OPEC-Konferenz in Wien im Jahr zuvor. Eine Besonderheit war, dass die Frauen mit der Roten Zora eine eigenständig agierende Gruppe gründeten. Das Projekt verfolgt das Ziel, eine gendersensible Geschichte dieser politischen Gemeinschaft zu schreiben.

Im Mittelpunkt der Analyse stehen die Modi politischer Gewalt, die es hinsichtlich ihrer situativen Dynamiken und Intentionen zu differenzieren gilt. Neben gruppenspezifischen Entwicklungen werden jene Konstellationen, Erfahrungen und Praktiken von Gewalt erarbeitet, die bedeutsam für die Mitglieder der RZ waren. Das analytische Schlaglicht auf die Gewaltpraxis setzt die Gewaltanwendung in Relation zur Herstellung, Hierarchisierung, Erhaltung und Erosion von Gemeinschaft, um so Radikalisierungs-, aber auch Deradikalisierungsprozesse erklären zu können. Die praxeologisch ausgerichtete Studie widmet sich daher Vergemeinschaftungsprozessen, die in persönlichen Beziehungen (Mikroebene), innerhalb der Gruppierung (Mesoebene) und auf der Makroebene des radikalen Milieus analysiert werden.

FINANZIERUNG

Deutsche Forschungsgemeinschaft, Bonn-Bad Godesberg