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von Voithenberg, Britta

Britta von Voithenberg

Kontakt

Postadresse
Historisches Seminar der LMU München
Neueste Geschichte und Zeitgeschichte
ProMoHist
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München

Büroadresse
Historicum, Schellingstraße 12, 80799 München
1. Obergeschoss, Neubau, Zi. K 122

Telefon: +49 (0) 89 / 2180 - 6828

Website: Historisches Seminar

Weitere Informationen

ZUR PERSON

  • seit 10/2017: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 09/2015 - 09/2017: Vorbereitungsdienst für das Lehramt am Gymnasium am Christoph-Probst-Gymnasium Gilching. Abschluss des Zweiten Staatsexamens mit einer Arbeit zum Thema „Umweltgeschichte als Gegenstand historischer Reflexion im Geschichtsunterricht“
  • 08/2011 - 09/2014: Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Neueste und Zeitgeschichte und in der Geschäftsstelle des Historischen Seminars der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 10/2009 - 07/2015: Studium der Fächer Deutsch und Geschichte für das Lehramt am Gymnasium an der RWTH Aachen und an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Abschluss des Ersten Staatsexemans mit einer Arbeit zum Thema „Das Münchner Trambahnpferd als Urbanisierungsmotor in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts"

PROJEKT

Das Ausgreifen des Ruralen in die Großstadt: Rurbanität in der Hochindustrialisierung in München und Dresden

Die Trennung von Stadt und Land in zwei gänzlich unterschiedliche Räume ist im Sprachgebrauch sehr präsent. Aufgrund vielfältiger Überschneidungen ist eine eindeutige Definition allerdings weder zur Jetztzeit noch in historischer Perspektive möglich. In geschichtswissenschaftlicher Literatur zur Urbanisierung und Verstädterung wird dieser Umstand bisher allenfalls randständig problematisiert und keine alternative Beschreibungsgröße für die historiografische Analyse der Verflechtungsebenen zwischen urbanen und ruralen Räumen angeboten. Entgegen der gängigen Meinung, dass immer Städte in ihr Umland ausgriffen und dieses stets modernisierten, geht die Dissertation davon aus, dass in der Hochindustrialisierungsphase zwischen 1870/71 und 1914 in Deutschland stattdessen Ruralität aktiv in die Städte eindrang und dort spezifische Räume und Identitäten konstruierte. Sowohl auf materieller Ebene, man denke an Eingemeindungen ländlicher Gebiete, Tierhaltung, agrarische Anbauflächen sowie Schrebergärten, als auch auf ideeller Ebene, in die Überlegungen einzubeziehen sind Migrationsbewegungen von dörflichen Regionen und Praktiken in der Familien- und Arbeitsorganisation, griff das Rurale in die städtische Sphäre ein. Als zentrales Analyseinstrument dient der Untersuchung der Begriff „Rurbanität“, der aus heutigen sozialgeografischen Untersuchungen stammt und Zonen von Verdichtungsräumen beschreibt, die sowohl von ländlichen als auch von städtischen Strukturen geprägt sind. Unter Zuhilfenahme soziologischer Theorien zur Stadt von Henri Lefebvre und Pierre Bourdieu macht die Dissertation anhand von Fallstudien in München und Dresden Akteure, Räume und Diskurse sichtbar, die bisher in der historischen Stadtgeschichtsforschung unerkannt blieben und behebt damit ein Forschungsdesiderat in der deutschen Urbanisierungsgeschichte zum 19. und 20. Jahrhundert.

FINANZIERUNG

Konrad-Andenauer-Stiftung, Bonn

PUBLIKATIONEN

Das Münchner Trambahnpferd als Urbanisierungsmotor in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zulassungsarbeit an der Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften, LMU München, München 2015. In: Open Access LMU (Seite datiert: 15.07.2015): http://epub.ub.uni-muenchen.de/24966/

Toni Pfülf – eine bayerische Revolutionärin. In: Landeshauptstadt München Referat für Bildung und Sport (Hrsg.): München: Weltstadt im Blick, München 2014, S. 34 [gemeinsam mit Matthias Georgi].

Vom Militärpark zum Freizeitparadies – der Englische Garten. In: Landeshauptstadt München Referat für Bildung und Sport (Hrsg.): München: Weltstadt im Blick, München 2014, S. 206-207.