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Steinbacher, Emanuel

Emanuel Steinbacher, M.A.

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Postadresse
Historisches Seminar der LMU München
Neueste und Zeitgeschichte
ProMoHist
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München


Weitere Informationen

ZUR PERSON

  • seit 10/2017: Stipendiat der Gerda-Henkel-Stiftung
  • 09/2017: Master of Arts der LMU München mit der Arbeit: „Identitäten, Loyalitäten und Nationalitäten irischer Soldaten in der britischen Armee, 1914–18“
  • 10/2015 - 09/2017: Masterstudium der Neueren und Neuesten Geschichte an der LMU München
  • 08/2015 - 05/2016: Wiss. Hilfskraft in der Provenienzforschung der BSB München
  • 2015 - 2017: Freier Mitarbeiter der Pädagogischen Abteilung der KZ-Gedenkstätte Dachau
  • 10/2013 - 09/2017: Stud. und wiss. Hilfskraft am Lehrstuhl für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts der LMU München
  • 10/2012 - 09/2015: Bachelorstudium der Geschichte und Archäologie an der LMU München und der Alma Mater Studiorum - Università di Bologna

PROJEKT

„The Crime of the Century“: High Society, Medien und Familie im Fall Harry K. Thaw

Der Pittsburgher Millionenerbe Harry Kendall Thaw erreichte zu Beginn des 20. Jahrhunderts notorische Berühmtheit durch seinen weltweit rezipierten Mord an einem angeblichen Nebenbuhler. Am 25. Juni 1906 erschoss Thaw auf dem Dach des Madison Square Garden den New Yorker Architekten Stanford White und löste so einen Medienskandal aus, infolgedessen die Tat als „The Crime of the Century“ bekannt wurde. Im ersten Prozess 1908 wurde Thaw für zeitweilig unzurechnungsfähig erklärt, wodurch er zwar der Todesstrafe entging, jedoch zu lebenslanger Haft in der Psychiatrie verurteilt wurde. Wiederholt strebten seine Anwälte erfolglos seine Haftentlassung an, bis er selbst mit der Flucht aus der Psychiatrie einen neuen Prozess erzwang. 1915 revidierte die Jury das ursprüngliche Urteil und rehabilitierte Thaw. Die ausführliche massenmediale Berichterstattung, die den Fall begleitete und beeinflusste, positionierte Thaw in der High Society. Diese Stellung blieb jedoch ambivalent und prekär für den Angeklagten, da ihm die Hoheit über seine öffentliche Darstellung zeitweilig entglitt, seine Prominenz ihm jedoch zugleich Privilegien ermöglichte. Das Dissertationsprojekt erlaubt es, über den biografischen Zugriff die Funktionsweisen von High Society zu Beginn des 20. Jahrhunderts auszuloten. Sie bezieht dabei medizin-, rechts-, medien- und familiengeschichtliche Perspektiven mit ein.

FINANZIERUNG

Gerda-Henkel-Stiftung, Düsseldorf