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Siebengartner, Karl

Karl Siebengartner

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Postadresse
Historisches Seminar der LMU München
Neueste und Zeitgeschichte
ProMoHist
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München



Weitere Informationen

ZUR PERSON

  • seit Oktober 2016 wissenschaftliche Hilfskraft am Historischen Kolleg, München
  • 10/2013 - 09/2016: Studentische Hilfskraft am Historischen Kolleg, München
  • 07/2016: Hochschulpreis der Landeshauptstadt München für die Abschlussarbeit
  • 01/2012 - 08/2012: Studentische Hilfskraft im Projekt „Thyssen im 20. Jahrhundert – eine Familiengeschichte“ am Lehrstuhl für Zeitgeschichte an der LMU München
  • 10/2009 - 07/2016:Studium der Anglistik, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der LMU München und der Geschichte an der University of Sussex, England, Abschluss: Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien

PROJEKT

„Entweder wir probieren dasselbe zu machen wie in England, oder wir suchen krampfhaft nach was Eigenem. Ich finde beides falsch.“ Transnationalität, Doing Punk und Individualisierung im Punk der Bundesrepublik von 1976-1994.

Ziel des Promotionsvorhabens ist eine Analyse der Geschichte des deutschen Punks von 1976 bis 1994. Punk ist eine Jugendbewegung mit eklektischen Konsumstrategien und eigensinnigen Produktionsprozessen. Dazu werden folgende Ebenen das Forschungsvorhaben strukturieren. Erstens wird deutscher Punk über Mediennutzung und -rezeption in eine transnationale Perspektive gesetzt. Zweitens wird die Punkbewegung als performative Jugendkultur (Doing Punk) untersucht. Drittens wird Punk im Spannungsfeld zwischen individueller Lebensgestaltung und moderner Massenkultur charakterisiert. Ziel des Projektes ist es so, unter einer transnationalen Perspektive deutschen Punk als einen spezifischen Lebensstil und als eine Konsumform innerhalb dieser Massenkultur zu analysieren. Deutscher Punk verortete sich dabei in einer paradoxen Situation, denn es waren gerade einige seiner antikonsumtorischen Strategien und die von Anbeginn große Medienwirksamkeit, die letztlich eine Vereinnahmung der Subkultur durch die Massenkultur im Laufe der 1980er-Jahre provozierten. Punk war also von Anbeginn ein Modus, um mit der modernen pluralisierten Konsumgesellschaft umzugehen. Methodisch bewegt sich das Vorhaben somit im Feld einer Kultur-, Medien- und Sozialgeschichte.

FINANZIERUNG

Projekt in Antragsphase

PUBLIKATIONEN

Tagungsbericht: Zeit – Planung – Emotionen. Zur Anwendbarkeit temporaler Analysekategorien in der Planungs- und Emotionsgeschichte, 22.11.2013 München, in: H-Soz-Kult, 27.03.2014. URL: <http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5259>.

Klang der Geschichte, in: Münchner Merkur 18.08.2014.

Contradictory self-definition and -organisation. The punk scene in Munich from 1979-1982, in: Subcultures Network (Hg.): Ripped, torn and cut: Pop, politics and punk fanzines from 1976, Manchester University Press (Peer-Review abgeschlossen, erscheint voraussichtlich 2018).

Fanzines als Jugendmedien: Die Punkszene in München von 1979-1982, in: Maldener, Aline (Hg.): Jugendmedien im 20. Jahrhundert. Historische Perspektiven, Böhlau-Verlag (Manuskript abgeschlossen, erscheint voraussichtlich 2018).