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Lehner, Anna

Anna Lehner

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Historisches Seminar der LMU München
Neuere und Neueste Geschichte
ProMoHist
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München


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ZUR PERSON

  • seit April 2018: wissenschaftliche Hilfskraft bei der Kommission für bayerische Landesgeschichte an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
  • 02/2017: Michael-Doeberl-Preis der Gesellschaft der Münchner Landeshistoriker (GML) für die Zulassungsarbeit zum ersten Staatsexamen („Der Ministerpräsident im Landtag. Heinrich Held und die parlamentarische Kultur in Bayern 1924-1933“)
  • 03/2016-03/2018: Studentische Hilfskraft im Archiv der TU München
  • 10/2012-12/2017: Studium der Geschichte, Germanistik, Sozialkunde und Erziehungswissenschaften an der LMU München (Abschluss: 1. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien)

 

PROJEKT

Weimar als fragile Demokratie. Regierungspersonal und -praxis in Bayern 1924-1933

Eine historische Untersuchung von Demokratie erfordert, diese nicht als abgeschlossenes normatives Konzept aufzufassen, sondern sie selbst als Geschichte zu verstehen, die nicht linear verläuft, sondern sich in widersprüchlichen Ideen und paradoxen Praktiken äußert und entwickelt. Besonders für eine Geschichte der Weimarer Demokratie birgt eine solche Umkehrung der Perspektive gewaltiges Innovationspotential, sie wird bislang jedoch nur selten eingenommen. Hier setzt das Promotionsvorhaben an: Im Fokus stehen Personal und Praktiken der Kabinette Held, also der bayerischen Landesregierung zwischen 1924 und 1933. In Bayern verdichten sich in diesem Zeitraum mehrere Entwicklungen, die für die Weimarer Republik insgesamt prägend sind: Es kommt zu einer Phase relativer Stabilisierung, die sich hier besonders in der personellen Kontinuität innerhalb der Landesregierung andeutet. Gleichzeitig werden Parteien, die sich durch grundsätzliche Kritik am Weimarer Parlamentarismus auszeichnen, staatstragend. Ab Juli 1930 regiert das Kabinett Held schließlich ohne parlamentarische Mehrheit zum Teil mithilfe von Notverordnungen. Das Projekt untersucht erstmals den Ministerrat als Institution der Regierung, beleuchtet die berufliche und politische Sozialisation seiner Angehörigen und analysiert mit der Regierungspraxis Gestalt, Handlungsspielräume und Horizonte politischer Kultur in der Weimarer Republik.

 

 

FINANZIERUNG

Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin