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Christina Rothenhäusler

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Institut für Zeitgeschichte München-Berlin
Leonrodstr. 46b
80636 München

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Projekt

Die Erfindung des deutschen Expressionismus. Expressionistische Kunst und ihre Kuratoren, 1918-1962

Das Dissertationsprojekt untersucht die personellen und ideellen Kontinuitäten und Diskontinuitäten in der Inszenierung und Deutung expressionistischer Kunst zwischen 1918 und 1962. Im Zentrum steht eine Gruppe einflussreicher, miteinander eng vernetzter Kuratoren und Museumsdirektoren, die sich in der Weimarer Republik, der NS- und der Nachkriegszeit für den Expressionismus einsetzten.

Methodische Ansätze der Intellektuellengeschichte und Neuen Kulturgeschichte kombinierend, analysiert das Projekt die ambivalenten Deutungsdimensionen expressionistischer Kunst in Demokratie und Diktatur. Es geht davon aus, dass der Expressionismus über die Epochengrenzen hinweg als Projektionsfläche fungierte, anhand derer moderne Ordnungsvorstellungen ausgehandelt und nationale sowie kulturelle Identitäten rekonfiguriert wurden. Das Dissertationsprojekt arbeitet erstmals die Biografien und Netzwerke einflussreicher Kuratoren und Museumsdirektoren auf, deren Rolle in der NS-Zeit bislang nur unzureichend untersucht wurde. Berücksichtigt wird insbesondere die Zusammenarbeit mit ihren US-amerikanischen KollegInnen, die in den 1920er Jahren begann, und sich nach 1945 produktiv auf die Ausgestaltung westdeutscher Demokratie auswirkte.

Veröffentlichungen